Kurztipp: Automatische NetworkManager-Verbindungen bei Benutzer-Logins deaktivieren

Neulich hatte ich bei einer CentOS-Neuinstallation den Effekt, dass die Netzwerkverbindung nicht zuverlässig funktionierte. Manchmal waren Pings möglich, manchmal nicht. Nachdem die immer gerne beschuldigte Firewall als Fehlerquelle ausgeschlossen werden konnte, fiel auf, dass die Netzwerkverbindung nur dann funktionierte, wenn die Konsole verwendet wurde.

Der Teufel lag im Detail, genauer gesagt in der Netzwerkkonfiguration – beispielsweise /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-eth0:

TYPE=Ethernet
ONBOOT=no
...
USERS=root

Hier hatte Anaconda NetworkManager aktiviert und zu allem Überfluss die Netzwerkverbindung an den Benutzer root gebunden. Nur wenn dieser eingeloggt war, wurde die Netzwerkverbindung gestartet. Um dieses Feature zu deaktivieren, wurde die Konfigurationsdatei wie folgt angepasst:

ONBOOT=yes
...
#USERS=root
NM_CONTROLLED=no

ONBOOT sorgt dafür, dass das Device schon beim Booten gestartet wird, die zusätzliche Variable NM_CONTROLLED verbietet NetworkManager diese Netzwerk-Schnittstelle zu konfigurieren. Darüber hinaus habe ich auf dem betroffenen System, da es sich um einen Server handelt, NetworkManager generell deaktiviert :

# systemctl disable NetworkManager ; systemctl stop NetworkManager
# systemctl enable network ; systemctl start network

Und schon funktioniert auch ohne aktive tty-Sitzung Netzwerk. 🙂

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